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Aktueller Erfahrungsbericht zur Bedarfsanalyse an der TU Ilmenau auf e-teaching.org
Im Sommersemester 2009 wurde für den Studiengang "Angewandte Medienwissenschaft" (AMW) der Technischen Universität Ilmenau ein angepasstes Konzept für das Augsburger Begleitstudium zusammen mit Bachelor- und Masterstudierenden entwickelt. In Zusammenarbeit mit der MEDIACAMPUS-Initiative soll das Begleitstudium langfristig die Vereins- und Initiativarbeit fördern und dabei zwischen Dozenten und Studierenden vermitteln.
Die drei Bereiche des Problemlösens wurden als Berufsorientierungsfelder aus dem Augsburger Konzept übernommen und an die Charakteristika des Studiengangs angepasst:

Hier steht die Ausbildung praktischer, medialer Kompetenzen im Vordergrund. Im Rahmen des Begleitstudiums werden in diesem Baustein mediale Produkte und Dienstleistungen für eine Initiative entwickelt und erstellt, die von dieser genutzt und in Folge (in verschiedener Weise) veröffentlicht werden. Die Produktion erfolgt somit bedarfsorientiert. Dies kann z.B. folgende Produkte und Dienstleistungen umfassen:
• Erzeugung von „klassischen" Medienprodukten (TV, Radio, Print)
• (Weiter-)Entwicklung von Web-Angeboten (z.B. funktional integrierte Online-Angebote, Webseiten, Internetanwendungen)
• Entwicklung von Instrumenten und Kommunikationsformen der Werbung und Public Relations (z.B. Veranstaltungen, Sponsoring etc.)

Hier erlernen die Teilnehmer Führungs- und Lehrkompetenzen. Dies umfasst jene Prozesse der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle, die die Kommunikation und Kollaboration in einer selbst organisierten Gruppe ermöglichen und nötig machen. Folgende Leistungen können in diesem Baustein erbracht werden:
• Techniken der Personalführung und -anleitung/Management von Projektgruppen
• Tutoring/Mentoring von Einsteigern, z.B. in Tutorien oder Workshops
• Konfliktlösung/Mediation

Hier steht der Erwerb von Konzeptions- und Methodenkompetenzen in praxisnahen Forschungsprojekten im Mittelpunkt, die für den Erhalt und die Erfolgsmaximierung der jeweiligen Initiative von Bedeutung sind aber auch die Untersuchung interner Prozesse, die die Arbeit optimieren können. Diese Kompetenzen erlangen die Teilnehmer beispielsweise durch folgende Leistungen:
• Marktforschung (Erhebung, Auswertung und Interpretation von quantitativen und qualitativen Daten, Bedarfsanalysen etc.)
• Evaluation von Projekten und Programmen
• Marktkommunikation/Promotion (Werbung, persönlicher Verkauf, Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit, Direktmarketing)
• Entwurf und Durchführung von Kampagnen für neue Produkte oder Dienstleistungen
• Studien und Konzepte zur Prozessoptimierung etc.
Die Studenten müssen diese drei Bereiche bei der Arbeit für eine Initiative, einem studentischen Verein oder ein Projekt absolvieren. Zum einen wird ihre Mitarbeit über ein Projekttagebuch transparent gemacht und zum anderen kann ihre Leistung über die Selbstreflexion im abschließenden Projektbericht beurteilt werden. Diese beiden Kriterien werden zusätzlich als Grundlage für die Benotung herangezogen. Außerdem zeigt der kritisch-konstruktive Umgang mit Erfolg und Misserfolg im Projektbericht den Studenten die Einschätzung ihrer eigenen Leistungsfähigkeit.
Wichtige weiterführende Informationen zum konkreten Ablauf und zur Kontaktaufnahme finden sich auf diesen Unterseiten:
